22 giftige Lebensmittel für den Hund

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Es gibt eine Rei­he von Lebens­mit­teln, die bei den Men­schen nicht nur sehr beliebt sind, son­dern auch all­ge­mein als gesund gel­ten. Was jedoch für den Men­schen gut ist, muss nicht unbe­dingt bei Hun­den der Fall sein. Es gibt eini­ge Lebens­mit­teln, die für den Hund ein abso­lu­tes Tabu sind. In die­sem Bei­trag stel­len wir dir die­se gifi­ti­gen Lebens­mit­tel vor.

Welche Lebensmittel sind giftig für den Hund?

Avocado

Avocado

Das ers­te gifit­ge Lebens­mit­tel ist die Avo­ca­do. Es besteht eine aku­te Ersti­ckungs­ge­fahr für den Hund, wenn er den Kern eines Avo­ca­dos ver­schluckt. Der im Avo­ca­do ent­hal­te­ne Inhalts­stoff Per­sin kann zudem den Herz­mus­kel schä­di­gen.

Mög­li­che Sym­pto­me: Hus­ten, Herz­ra­sen, Atem­not, Bauch­was­ser.

Weintrauben und Rosinen

Weintrauben und Rosinen

Die klei­nen, süßen Frücht­chen sind für die meis­ten Hun­de­ras­sen gif­tig. Die toxi­sche Wir­kung der Wein­trau­be zeigt sich bereits wenn dein Hund 10 bis 30 Gramm pro 1 kg Kör­per­ge­wicht gefres­sen hat. Bei den Rosi­nen muss du schon bei 2,8 Gramm pro 1 kg Kör­per­ge­wicht mit Ver­gif­tungs­er­schei­nung rech­nen.

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen und/oder Durch­fall, Bauch­schmer­zen, Apa­thie, Appe­tit­lo­sig­keit, Nie­ren­ver­sa­gen.

Zwiebel und Knoblauch

Zwiebel und Knoblauch

Die Zwie­bel, roh oder gekocht, ist im Über­maß schäd­lich für dei­nen Hund. Die in der Zwie­bel ent­hal­te­nen Schwe­fel­stof­fe zer­stö­ren die roten Blut­kör­per­chen dei­nes Hun­des und kön­nen eine Anämie (Man­gel an rotem Blut­farb­stoff oder roten Blut­kör­per­chen) ver­ur­sa­chen. Als Ori­en­tie­rungs­wert für die toxi­sche Wir­kung der Zwie­bel gilt 5 Gramm pro 1 kg Kör­per­ge­wicht des Hun­des. Auch Knob­lauch kann bei Gabe höhe­rer Men­gen toxisch wir­ken.

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen und/oder Durch­fall, Blut im Urin, Blut­bild­ver­än­de­rung, Appe­tit­lo­sig­keit, blas­se Schleim­häu­te.

Schokolade

Schokolade

Ein wei­te­res gif­ti­ges Lebens­mit­tel für Hun­de ist die Scho­ko­la­de. Der in der Scho­ko­la­de ent­hal­te­ne Inhalts­stoff Theo­bro­min kann von Hun­den nur sehr schlecht abge­baut wer­den. Die töd­li­che Dosis beträgt 100 Mil­li­gramm Theo­bro­min pro 1 kg Kör­per­ge­wicht. Am gefähr­lichs­ten sind Pro­duk­te mit einem hohen Kakao­an­teil, wie dunk­le Scho­ko­la­de, Kuver­tü­ren und Kakao­pul­ver. Hier sind eini­ge Bespie­le: in 30 g Voll­milch­scho­ko­la­de sind ca. 70 mg Theo­bro­min, in 30 Gramm Zart­bit­ter­scho­ko­la­de sind etwa 450 mg Theo­bro­min und 30 g Back­scho­ko­la­de oder Kakao­pul­ver ent­hal­ten bis 600 mg Theo­bro­min.

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen, Durch­fall, Zit­ter­krämp­fen und Herz­ver­sa­gen.

Rohes Schweinefleisch

Das rohe Schwei­ne­fleisch kann das Aujeszky-Virus ent­hal­ten, das für Hun­de töd­lich ist. Aller­dings ist die Erkran­kungs­ge­fahr über das nor­ma­le Haus­schwei­ne­fleisch inzwi­schen gering. Anders sieht es dage­gen bei Wild­schwei­ne­fleisch aus. Eine Infek­ti­on endet immer töd­lich. Des­we­gen soll­test du Schwein­fleisch immer voll­stän­dig durch­ga­ren bevor du es dei­nem Hund zum fres­sen gibst.

Mög­li­che Sym­pto­me: Star­ke neu­ro­lo­gi­sche Sym­pto­me wie Ticks, Krämp­fe, Schäu­men, Wesens­ver­än­de­rung, Tob­suchts­an­fäl­le.

Steinobst

Das Frucht­fleisch von Pfir­si­chen, Pflau­men oder Kir­schen ist für Hun­de nicht gif­tig. Die Ker­ne die­ser Früch­te kön­nen jedoch in grö­ße­ren Men­gen zum Darm­ver­schluss füh­ren. Bei klei­nen Hun­den reicht unter Umstän­den auch ein ein­zi­ger Kern! Falls die Ker­ne von dei­nem Hund zer­bis­sen wer­den, wird die Blau­säu­re des Keims frei­ge­setzt. Die Blau­säu­re ist für Hun­de toxisch und kann folg­lich zur aku­ter Ver­gif­tung füh­ren.

Mög­li­che Sym­pto­me: Star­kes Erbre­chen mit Durch­fall, Krämp­fe, Atem­not, neu­ro­lo­gi­sche Sym­pto­me.

Rohe Bohnen

Rohe Bohnen

Rohe Boh­nen sind für Hun­de, wie auch für Men­schen unge­nieß­bar. Der ent­hal­te­ne toxi­sche Stoff, Pha­sin, ver­hin­dert die Pro­te­in­bio­syn­the­se und ver­klebt rote Blut­kör­per­chen des Hun­des. Durch das Kochen der Boh­nen wird Pha­sin unschäd­lich gemacht.

Mög­li­che Sym­pto­me: Bauch­krämp­fe, Fie­ber, Leber­schwel­lung.

Süßstoff Xylit

Der Süß­stoff Xylit, auch Bir­ken­zu­cker  genannt, kann bei Hun­den bereits in gerin­gen Dosie­run­gen zum Tode füh­ren. Dies betrifft auch den Ver­zehr von Lebens­mit­teln, die mit Xylit geba­cken oder her­ge­stellt wur­den, wie z.B. Kau­gum­mi, vie­le Bon­bons oder Diät-Kuche. Xylit ver­ur­sacht ein rapi­des Absin­ken des Blut­zu­cker­spie­gels. Bereits 3–4 Gramm pro 1 kg Kör­per­ge­wicht sind für dei­nen Hund töd­lich.

Mög­li­che Sym­pto­me: lethar­gi­sches Ver­hal­ten, Erbre­chen, plötz­li­che Schwä­che­an­fäl­le und Zusam­men­bruch durch Kreis­lauf­kol­laps.

Kaffee, schwarzer Tee

Kaffee

Kof­fe­in ist für Hun­de ein schwe­res Gift, das zu zahl­rei­chen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men füh­ren kann. Das im Kof­fe­in ent­hal­te­ne Methylxan­tin scha­det dem Ner­ven­sys­tem dei­nes Hun­des. Beach­te, dass Kof­fe­in auch in vie­len Des­serts wie Eis­kaf­fee oder Kuchen mit kaf­fee­hal­ti­ger But­ter­creme vor­kommt.

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen, Herz­ra­sen, Ruhe­lo­sig­keit.

Tomaten, rohe Auberginen und rohe Kartoffeln

Die­se Nacht­schat­ten­ge­wäch­se ent­hal­ten im rohen Zustand den Gift­stoff Sola­nin, der für dei­nen Hund in grö­ße­ren Men­gen toxisch ist. Beson­ders gefähr­lich sind die Scha­le und die grü­nen Stel­len die­ser Früch­te.

Mög­li­che Sym­pto­me: Bei grö­ße­rer Men­ge Erbre­chen, Durch­fall, Stö­rung der Gehirn­funk­ti­on.

Speck

Sehr fet­ti­ges Essen wie Speck oder Hüh­ner­haut ist sehr unge­sund für Hun­de und kann Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen (Leber­ver­fet­tung, Dia­be­tes) ver­ur­sa­chen. Auch Nie­re und Bauch­spei­chel­drü­se wer­den in Mit­lei­den­schaft gezo­gen, wenn dein Hund häu­fig zu fet­te Essens­res­te bekommt.

Mög­li­che Sym­pto­me: Ver­dau­ungs­pro­ble­me, Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen

Wallnüsse, Macadamia-Nüsse

Nüsse

Fri­sche und unrei­fe Wal­nüs­se kön­nen mit dem Pilz Peni­cil­li­um crusto­s­um befal­len sein. Die­ses ist ähn­lich gif­tig wie Strych­nin und kann bei Hun­den zu schwe­ren Anfäl­len mit Krämp­fen und Erbre­chen füh­ren. Im schlimms­ten Fall kann die Ver­gif­tung töd­lich enden. Die aus Aus­tra­li­en stam­men­de Maca­da­mia-Nuss ist für Hun­de pures Gift. War­um die Nuss für Hun­de unbe­kömm­lich ist, konn­te bis­lang noch nicht erforscht wer­den. Doch bereits vier Nüs­se sind aus­rei­chend um bei einem gro­ßen Hund eine schwe­re Ver­gif­tung aus­zu­lö­sen. 

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen, Läh­mun­gen, Zit­tern, Krämp­fe, Schwä­che­an­fäl­le, Fiber.

Milch

Vie­le Hun­de lei­den wie Men­schen unter Lak­to­se­into­le­ranz, d.h. sie kön­nen den in der Milch ent­hal­te­nen Milch­zu­cker nicht auf­spal­ten und ver­dau­en. Auch Sah­ne und ande­re Milch­pro­duk­te wie Joghurt sol­lest du in gro­ßen Men­gen nicht an dei­nen Hund ver­füt­tern.

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen, Durch­fall, Blä­hun­gen.

Salz

Salz und sal­zi­ge Knab­be­rei­en kön­nen bei dei­nem Hund zu Nie­ren­pro­ble­men füh­ren. Auch gewürz­tes Fleisch ist für Hun­de tabu. Salz kann in grö­ße­ren Men­gen das Herz und die Nie­ren dei­nes Hun­des schä­di­gen. Der erhöh­te Was­ser­be­darf kann dar­über hin­aus zu einer Magen­dre­hung füh­ren.

Mög­li­che Sym­pto­me: Erbre­chen, Durch­fall, Nie­ren­pro­ble­me, Magen­dre­hung.

Knochen

Dein Hund soll­te nie­mals mit Hüh­ner­kno­chen gefüt­tert wer­den. Egal ob roh oder gekocht, die dün­nen Kno­chen split­tern und kön­nen im Hals ste­cken blei­ben. Häu­fi­ges Füt­tern mit Kno­chen führt außer­dem zur Ver­stop­fung.

Mög­li­che Sym­pto­me: Ver­let­zung der Maul­höh­le oder des Ver­dau­ungs­trak­tes, spe­zi­ell bei Mark­kno­chen: Ste­cken­blei­ben auf den Zäh­nen oder im Rachen, Ersti­cken, Darm­ver­schluss.

Alkohol

Das letz­te gif­ti­ge Lebens­mit­tel in unse­rer Lis­te ist Alko­hol. Es ist eigent­lich selbst­ver­ständ­lich, dass man Tie­ren kei­nen Alko­hol zu trin­ken gibt. In vie­len pflanz­li­chen oder auch homöo­pa­thi­schen Trop­fen ist aber als Lösungs­stoff hoch­pro­zen­ti­ger Alko­hol ent­hal­ten. Daher ist Vor­sicht gebo­ten bei der Eigen­the­ra­pie mit die­sen Mit­teln!

Mög­li­che Sym­pto­me: Aku­tes Erbre­chen, Atem­not, Krampf­an­fäl­le


Bei allen die­sen hier auf­ge­lis­te­ten Lebens­mit­teln ist Vor­sicht gebo­ten.  Dabei ist wich­tig zu wis­sen:  die toxi­sche Wir­kung steht immer in Abhän­gig­keit von der gefres­se­nen Men­ge und auch unter Berück­sich­ti­gung von even­tu­el­len Vor­er­kran­kun­gen dei­nes Hun­des. Dar­über hin­aus muss man zwi­schen Gif­tig­keit und Schäd­lich­keit unter­schei­den. Bei man­chen Lebens­mit­tel wie z.B. Süß­stoff Xylit oder Kof­fe­in rei­chen schon sehr klei­ne Men­gen, um eine töd­li­che Ver­gif­tung zu bewir­ken.  Ande­re Lebens­mit­tel wie­der­um, wie z.B. Salz oder Speck wir­ken sich schäd­lich auf die Orga­ne dei­nes Hun­des aus, wenn sie häu­fig und über einen län­ge­ren Zeit­raum gefüt­tert wer­den. 

Neben die­sen Lebens­mit­teln, gibt es auch noch gif­ti­ge Pflan­zen vor denen du dei­nen Hund schüt­zen soll­test.

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