Giftige Pflanzen für Hunde

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Hun­de spie­len ger­ne im Gar­ten. Dabei kön­nen die Vier­bei­ner leicht in Kon­takt mit gif­ti­gen Pflan­zen gera­ten. Auch eini­ge Zim­mer­pflan­zen sind für den Hund gif­tig. Beson­ders gefähr­det sind vor allem Wel­pen, die durch ihre Neu­gier und ihr Spiel­ver­hal­ten die Pflan­zen fres­sen könn­ten. Man­che Pflan­zen wie z.B. der Blaue Eisen­hut, sind so sehr gif­tig, dass der blo­ße Haut­kon­takt mit der Pflan­ze zur Ver­gif­tung führt. In fol­gen­dem Arti­kel lis­ten wir eini­ge Pflan­zen auf, die für dei­nen Hund gefähr­lich sind. Die Lis­te der gif­ti­gen Pflan­zen ist in Zim­mer­pflan­zen, Gar­ten­pflan­zen und wil­de Pflan­zen unter­teilt. Ein paar Pflan­zen wer­den dop­pelt genannt, da sie meh­re­ren Kate­go­ri­en zuge­ord­net wer­den kön­nen.

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Liste mit giftigen Pflanzen für Hunde

1. Giftige Zimmerpflanzen:

 Aga­ve
Alpen­veil­chen
Ama­ryl­lis
Aza­lee
Bir­ken­fei­ge, Wür­ge­fei­ge und alle ande­ren Ficus­ar­ten
Chris­tus­stern, Chris­tus­dorn
Chry­san­the­me
Cli­vie
Datu­ra
Dief­fen­ba­chie
Efeu­tu­te
Fla­min­go­blu­me
Fens­ter­blatt
Gera­nie
Gum­mi­baum
Herz­blatt
Hor­ten­sie
Lili­en (alle Arten)
Ole­an­der
Orchi­de­en (alle Arten)
Pas­si­ons­blu­me
Phi­lo­den­dron
Weih­nachts­stern

 

2. Giftige Gartenpflanzen:

Blau­er Eisen­hut
Buchs­baum
Busch­wind­rös­chen
Eibe
Engel­strom­pe­te
Fin­ger­hut
Geiß­blatt
Gold­re­gen
Herbst­zeit­lo­se
Hor­ten­sie
Kirsch­lor­beer
Mai­glöck­chen
Ole­an­der
Rit­ter­sporn
Rho­do­den­dron
Schier­ling
Thu­ja
Toll­kir­sche
Wachol­der
Zeder

 

3. Giftige Pflanzen in der freien Natur:

Aron­stab
Bil­sen­kraut
Bit­ter­sü­ßer Nacht­schat­ten
Eibe
Gefleck­ter Schier­ling
Gold­re­gen
Herbst­zeit­lo­se
Hya­zin­then
Mai­glöck­chen
Oster­glo­cken
Pil­ze (ver­schie­de­ne)
Pfaf­fen­hüt­chen
Rain­farn
Rie­sen­bä­ren­klau
Toll­kir­sche
Wie­sen­bä­ren­klau

 

Die­se Lis­te ent­hält nur die gän­gigs­ten gif­ti­gen Pflan­zen. Bevor du dir also eine neue sel­te­ne Zim­mer- oder Gar­ten­pflan­ze anschaffst, prü­fe sorg­fäl­tig, ob sie für dei­nen Hund unge­fähr­lich ist.

Die ein­zel­nen Gift­pflan­zen unter­schei­den sich sehr stark in ihrer Art und in der toxi­schen Wir­kung. Man­che Pflan­zen sind gif­tig, wenn dein Hund sie gefres­sen hat. Bei ande­ren fin­det die Über­tra­gung des Gif­tes bereits durch das Berüh­ren der Pflan­ze.

Wenn du dir sicher bist, dass dein Hund Tei­le einer gif­ti­gen Pflan­ze gefres­sen hat oder mit ihr Haut­kon­takt hat­te, war­te nicht bis die typi­schen Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen auf­tre­ten. Brin­ge dei­nen Hund vor­sorg­lich mög­lichst sofort zum Tier­arzt. Ein schnel­les Han­deln kann im Zwei­fels­fall das Leben dei­nes Hun­des  ret­ten.

Folgende Symptome sind bei einer Vergiftung durch Pflanzen möglich:

  • Apa­thie
  • Atem­not
  • schwe­rer, mit­un­ter auch blu­ti­ger Durch­fall
  • Blut im Urin
  • Erbre­chen, auch mit Blut
  • star­ker Spei­chel­fluss
  • Krämp­fe
  • Koor­di­na­ti­ons­pro­ble­me, Tau­meln, Hin­fal­len
  • ver­färb­te Schleim­häu­te im Mund , blass oder blau gefärbt
  • Herz­ra­sen, Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, erhöh­te Herz­fre­quenz
  • Zit­tern
  • Ohn­macht

Als Ers­te-Hil­fe-Maß­nah­me kannst du dei­nem Hund Koh­leta­blet­ten aus medi­zi­ni­scher Koh­le ver­ab­rei­chen. Sie sind in der Apo­the­ke oder auch in Dro­ge­rie­märk­ten erhält­lich. Die Koh­le bin­det das Gift im Ver­dau­ungs­trakt dei­nes Hun­des. Die Auf­nah­me der Gift­stof­fe durch den Kör­per wird dadurch ver­hin­dert. Je schnel­ler die Gif­te durch die Aktiv­koh­le gebun­den wer­den, um so bes­ser. Die Dosie­rung beträgt 1 g Aktiv­koh­le pro 1 kg Kör­per­ge­wicht dei­nes Hun­des. Es ist rat­sam, die für dei­nen Hund not­wen­di­ge Dosis an Koh­leta­blet­ten vor­zu­be­rei­ten und in den Not­fall­kas­ten bereit zu legen. So ver­mei­dest du Dosie­rungs­feh­ler, wenn die Situa­ti­on ernst wird und du sehr schnell han­deln musst.

Falls die Gift­auf­nah­me zeit­lich bereits schon län­ger zurück liegt, soll­test du sofort den Tier­arzt auf­su­chen. Grund­sätz­lich ist es wich­tig bei jeg­li­chen Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen sehr schnell zu han­deln. Das erspart dei­nem Hund jede Men­ge Schmer­zen und kann ihm das Leben ret­ten.

 

Hier fin­dest du eine Lis­te mit gif­ti­gen Lebens­mit­tel für dei­nen Hund.

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2 Idee über “Giftige Pflanzen für Hunde

  1. Lena sagt:

    Lie­bes Vigo­pawt­ner Team, vie­len Dank für die­sen tol­len Bei­trag! Beson­ders die Bil­der zu den ein­zel­nen Pflan­zen sind sehr hilf­reich.
    Eine Fra­ge hät­te ich jedoch noch: Mei­ne Hün­din frisst ab und zu Löwen­zahn. Ist die­ser auch gif­tig oder unbe­denk­lich?

    • Michael Machatschek sagt:

      Hal­lo Lena, dan­ke für dein net­tes Feed­back.
      Löwen­zahn kann grund­sätz­lich als unbe­denk­lich ein­ge­stuft wer­den. Er soll sich sogar posi­tiv auf die Ver­dau­ung des Hun­des aus­wir­ken.
      Nichts­des­to­trotz, soll­test du auch hier auf das Ver­hal­ten dei­ner Hün­din ach­ten und bei Pro­ble­men sie dar­an hin­dern, den Löwn­zahn zu fres­sen.

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